Ein Film über das Leben und Wirken von Sogyal Rinpoche
Sogyal Rinpoche gilt im Westen neben dem Dalai Lama als einer der wichtigsten Lehrer des Tibetischen Buddhismus. Er ist Gründer der weltweiten Organisation RIGPA und Autor des millionenfach verbreiteten Werks „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“. Als junger Mann kam er in den Westen, studierte Vergleichende Religionswissenschaften in Cambridge und bereitete den ersten Europa-Besuch des Dalai Lama vor.
Die Dokumentation porträtiert diesen bedeutenden buddhistischen Lehrer, kehrt an die Stätten seiner Kindheit zurück, zeigt nie gesehene Aufnahmen von Tempeln und Wirkungsstätten großer Meister in Sikkim und entfaltet die Grundessenz buddhistischer Weisheitslehren: von der Meister-Schüler Beziehung über die tibetische Tradition reinkarnierter Tulkus bis zu den Lehren über Leben und Sterben. Dabei trägt auch John Cleese, der großartige Schauspieler und Mitbegründer der legendären Monty Python Gruppe, zu verblüffenden Einsichten bei.
Als einer der letzten Lehrer, die noch in Tibet geboren wurden, und zugleich im Westen verwurzelt, gelingt es Sogyal Rinpoche wie nur wenigen die Essenz der uralten Lehren den Menschen hierzulande nahe zu bringen – oftmals durchzogen von seinem ansteckenden Humor.
AUSFÜHRLICHE FILMBESCHREIBUNG
MITGEFÜHL, WEISHEIT UND HUMOR
Sogyal Rinpoche gilt im Westen neben dem Dalai Lama als einer der wichtigsten Lehrer des Tibetischen Buddhismus. Er ist Gründer der weltweiten Organisation RIGPA und Autor des millionenfach verbreiteten Werks „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“. Geboren in einer wohlhabenden Familie, die den Buddhismus seit Generationen förderte, kam er als Kind in das Kloster seines späteren Meisters Jamyang Khyentse, einem der angesehensten Lehrer seiner Zeit. Dieser erkannte ihn als Reinkarnation von Tertön Sogyal an, einem Lehrer des 13. Dalai Lamas.
1959, als der Dalai Lama nach Indien flüchtete, führte auch Jamyang Khyentse die ganze Familie auf einem langen Pilgermarsch nach Sikkim. Das kleine Königreich im Himalaya wurde zur neuen Heimat von Sogyal Rinpoche. Dort erhielt er seine weitere buddhistische Ausbildung und besuchte eine katholische Schule. Als junger Mann ging er ins englische Cambridge, um Vergleichende Religionswissenschaften zu studieren. Mit der westlichen Mentalität vertraut, diente er jahrelang großen Meistern als Übersetzer und bereitete den ersten Besuch des Dalai Lama in Europa vor.
Der Film kehrt an die Stätten seiner Kindheit zurück, zeigt nie gesehene Aufnahmen von Tempeln und Wirkungsstätten großer Meister in Sikkim und entfaltet die Grundessenz buddhistischer Weisheitslehren: von der Meister-Schüler Beziehung über die tibetische Tradition reinkarnierter Tulkus bis zu den Lehren über Leben und Sterben.
Im Mittelpunkt des Wirkens von Sogyal Rinpoche heute steht der von ihm in Südfrankreich gegründete Tempel Lerab Ling. Dort werden derzeit mehrere hundert Menschen während eines 3-Jahres-Retreats in die Tiefen buddhistischer Tradition eingeführt. Dies ist ein historisches Novum: noch nie zuvor sind so viele Menschen im Westen aus ihrem Beruf und Alltag ausgestiegen, um sich über einen so langen Zeitraum hinweg einem tiefen und ernsthaften Studium buddhistischer Lehre und Praxis zu widmen. Was sie dazu bewegt und welche Erfahrungen sie machen, darüber berichten Teilnehmer im Film. Diese Aussagen dürfen als exemplarische Mosaiksteine zum Verständnis der kulturellen und gesellschaftlichen Befindlichkeit westlicher Menschen heute gesehen werden. Auch John Cleese, der großartige Schauspieler und Mitbegründer der legendären Monty Python Gruppe, trägt zu verblüffenden Einsichten bei.
Mit Hilfe des Premierministers der tibetischen Exilregierung, Professor Samdongh Rinpoche, geht der Film Themen wie Glückssuche, Mitgefühl und dem Sterben nach. Gerade das im Westen noch häufig tabuisierte Thema von Tod und Sterben, dem der Film viel Raum gibt, hat viele Menschen zu Sogyal Rinpoche und seinen Lehren geführt.
Als einer der letzten Lehrer, die noch in Tibet geboren wurden, und zugleich im Westen verwurzelt, gelingt es diesem wie nur wenigen, die Essenz der uralten Lehren den Menschen hierzulande nahe zu bringen – nicht bieder und trocken, sondern lebendig und oftmals durchzogen von seinem ansteckenden Humor. Indem der Film rund um existentielle Fragen des Menschseins kreist und dabei Glaubensüberzeugungen und Perspektiven eines anderen Kulturkreises präsentiert, lädt er dazu ein, eigene Anschauungen zu reflektieren und ein erweitertes Verständnis der eigenen und fremder Kulturen zu etablieren.
Festivals
International Buddhist Film Festival (IBFF) *** Amsterdam 2008 (Uraufführung)
30. Filmfestival Max Ophüls Preis *** Saarbrücken 2009 (Dtsch. Erstaufführung)
International Buddhist Film Festival (IBFF) *** London 2009
Länge: 89 Minuten
Format: HD-Cam 16:9
Buch: Boris Penth
Janine Schulz
Schnitt: Jürgen Schnetzer
Ton: Bernhard Türcke
Musik: Jens Fischer
Kamera: Meinolf Schmitz
Holly Fink
Regie: Boris Penth
Producer: Harald Golbach
Jochen Wolfart
Produktion: Seeworld AG
Fertigstellung: 11 / 2008
Filmversionen: Englisch &
Englisch mit deutschem
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